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EHS

Elektrohypersensibilität oder elektromagnetische Hypersensibilität (EHS) bedeutet eine hohe (Hyper-)Anfälligkeit für extrem niederfrequente und hochfrequente elektromagnetische Felder (EMF). Sie geht mit einer breiten Palette von Symptomen einher und schränkt das Leben stark ein. Die Symptome nehmen ab oder verschwinden, wenn diese EMF vermieden werden.

Der Mensch hat 5 Sinne - Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten. Der Mensch hat keine Rezeptoren für elektromagnetische Strahlung, außer für sichtbares Licht. Daher können wir sie nicht direkt wahrnehmen. Aber Menschen mit EHS können sie indirekt durch ihre Auswirkungen erkennen. Sie können die Folgen spüren, nachdem sie ihr einige Zeit ausgesetzt waren.

Ein Beispiel dafür ist die ultraviolette elektromagnetische Strahlung. Auch dafür hat der Mensch keine Rezeptoren. Aber nach einiger Zeit kann man feststellen, ob man ihr ausgesetzt war - die Haut wird sonnengebräunt, und wenn man ihr zu lange ausgesetzt war, fühlt sich die Haut wie von der Sonne verbrannt an.

Das Gleiche gilt für extrem niederfrequente und hochfrequente elektromagnetische Strahlung. Sie hat biologische Wirkungen, und je länger man ihr ausgesetzt ist, desto eher spürt man ihre Auswirkungen.

Mögliche Symptome nach einer bis mehreren Stunden Exposition gegenüber extrem niederfrequenten und hochfrequenten EMF:
(nicht abgeschlossene Liste)

  • (starker) Tinnitus, pfeifende und/oder brummende Geräusche
  • Überempfindlichkeit gegen laute Geräusche und Licht
  • Nervosität, Reizbarkeit, Aggressivität
  • starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindelgefühl
  • schwere Denkschwierigkeiten, Probleme beim Sprechen
  • Verlust des Kurzzeitgedächtnisses, Desorientiertheit
  • Schläfrigkeit, starkes Schlafbedürfnis oder Schlaflosigkeit
  • veränderter Blutdruck und Herzschlag, Herzrhythmusstörungen
  • Nervenschwäche, Muskelverspannungen, Muskelkrämpfe
  • Blutzuckerprobleme, Hypoglykämie
  • Kribbeln, Brennen, fettige Haut, Ausschlag, Läsionen, Ekzeme
  • geschwollene Augenlider, trockener Mund, schmerzhafte Zunge
  • kalte Füße, Schüttelfrost, Grippegefühl
  • Gefühl der tödlichen Müdigkeit

Je nach Schweregrad der EHS kann eine Person nur einige oder mehrere dieser Symptome entwickeln. Die Intensität der Reaktionen kann von leicht bis schwer variieren.

Siehe auch:

1. D Belpomme und P. Irigaray:
Elektrohypersensitivität als neu identifizierte und charakterisierte neurologische pathologische Störung: Diagnose, Behandlung und Vorbeugung

2. EUROPAEM EMF Leitlinie 2016 über die Behandlung von EHS

3. Internationale Zeitschrift für Molekularwissenschaften
Die kritische Bedeutung von molekularen Biomarkern und Bildgebung bei der Untersuchung von Elektrohypersensibilität. Ein internationaler wissenschaftlicher Konsensbericht

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