Schutz unseres Lebens

Antrag 2

Aktualisieren Sie die Empfehlung 1999/519/EG und die Arbeitsstättenrichtlinie 2013/35/EU. Diese "sollten regelmäßig überprüft und neu bewertet werden".


Detailed explanation

In der Präambel der Empfehlung 1999/519/EG heißt es in Punkt (10): "...der Rechtsrahmen sollte regelmäßig überprüft und im Lichte neuer Erkenntnisse und technologischer Entwicklungen neu bewertet werden..."

Da die Empfehlung 1999 erstellt und seitdem nicht aktualisiert wurde, halten wir sie für nicht aktuell. In den letzten zwei Jahrzehnten haben sich die drahtlosen Technologien und ihre Anwendungen drastisch weiterentwickelt, ohne dass eine Überprüfung der Empfehlung stattgefunden hat.

Die EU-Kommission hat es versäumt, auf die Anweisungen des EU-Parlaments zu reagieren, die in der Entschließung des Europäischen Parlaments vom 2. April 2009 zu gesundheitlichen Bedenken im Zusammenhang mit elektromagnetischen Feldern aufgeführt sind. Das Parlament mahnte zur Vorsicht bei den europäischen Normen, die die Bürger vor Mikrowellen schützen sollen. Mit einem nahezu vollständigen Konsens (die Entschließung wurde mit 522 zu 16 Stimmen angenommen) fordert das Parlament den Rat auf, seine Empfehlung 1999/519/EG zu ändern und strengere Expositionsgrenzwerte für alle Geräte festzulegen, die elektromagnetische Felder im Frequenzbereich zwischen 0,1 MHz und 300 GHz aussenden.

In Bezug auf die auditorische Wirkung heißt es in ANHANG II, Punkt 8: "...zur Begrenzung und Vermeidung von Höreffekten, die durch thermoelastische Ausdehnung verursacht werden, wird eine zusätzliche Grundbeschränkung empfohlen". Seit 1999 wurden die Grenzwerte für den akustischen Effekt in keinem EU-Mitgliedsland von einer EU-Regulierungsbehörde gemessen oder darüber berichtet.

Was ist ein auditorischer Effekt?

  • ICNIRP-Richtlinien von 1998, Seite 14: "Menschen mit normalem Gehör können pulsmodulierte Felder mit Frequenzen zwischen etwa 200 MHz und 6,5 GHz wahrnehmen. Der Höreindruck wurde verschiedentlich als Brummen, Klicken oder Knacken beschrieben, ..."
  • Unverbindlicher Leitfaden für die gute Praxis zur Umsetzung der Richtlinie 2013/35/EU, Seite 87: "Der erste Hinweis auf eine Exposition gegenüber hochfrequenten Feldern kann das Gefühl von Wärme sein. ... Es ist auch möglich, gepulste Felder zwischen 300 kHz und 6 GHz zu 'hören', d. h., exponierte Arbeitnehmer können klickende, brummende oder zischende Geräusche wahrnehmen."
  • Menschen können gepulste Mikrowellenfelder hören, einschließlich gepulster EMF niedriger Intensität *1

Nach der Aktualisierung der Empfehlung 1999/519/EG muss die EU-Kommission die folgenden Richtlinien/Verordnungen, die sich auf diese Empfehlung beziehen, entsprechend ändern:

(Updated in September 2022: Federal Court in the States Instructs FCC (Federal Communication Commission) to Review Electromagnetic Radiation Standards. For 25 years the FCC in the States has refused to revise the regulations it set in 1996 that address what level of radiation from cell phones should be considered safe. Further, the court called the commission’s behavior “arbitrary and capricious,” since it had ignored evidence of the harm to children’s brains (which are not fully developed) and to male and female reproductive systems.)

(Updated in October 2022: STOA (Science and Technology Options Assessment) is a part of EU parliament. In july 2021 they published a review named Health impact of 5G. On the page 152 they conclude: "In light of this result *2, one policy option might be to revise residential and public exposure maxima throughout Europe. Levels could be reduced by at least 10 times, i.e. to around 6 V/m, which is an exposure level at which no cancer effects in experimental animals have been observed. 6 V/m seems also to be the precautionary limit where no adverse effects on fertility are concerned. It may sound impracticably low if we are to expand telecommunications by 5G, but it is not so." )

Fußnoten

1 Belyaev 2015: Biophysikalische Mechanismen für nichtthermische Mikrowelleneffekte. Electromagnetic Fields in Biology and Medicine. CRC Press, New York (2015), S. 57

1999
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